Aphorismen des Geistes !

  • Einträge
    2
  • Kommentare
    11
  • Aufrufe
    640

Über diesen Blog

Philosophieblog

Einträge in diesem Blog

Fossi

Vorwort

Unsere Zivilisation macht heute eine Fülle von Krisen auf einmal durch. Während die soziale Struktur der Menschenwelt bis in die letzten Fugen erbebt, und niemand von uns sicher davor ist, einst selbst von dem tosenden Strudel der Ereignisse mitvernichtet zu werden, erheben sich auf rein geistigen Gebiet Zeichen, wie die eines Weltuntergangs. Über der wissenschaftlichen Gesamtweltanschauung leuchtet bereits das Abendrot. Alles wandelt sich, die wissenschaftliche Arbeit der letzten Jahrhunderte hat sich als einseitig und unvollständig herausgestellt. Man möchte hier gerne einen Weckruf an die Politik- und Sozialwissenschaften richten. Die meisten exakten Wissenschaften sind auf die Zukunft ausgerichtet und von ihr fasziniert. Die Sozialwissenschaften d.h. die Geisteswissenschaften sind dagegen stark im Rückstand.

Sie erfreuen sich an der Vergangenheit oder leben bestenfalls in der Gegenwart. Es gibt keine Theologie, Philosophie, Anthropologie, Soziologie oder Politikwissenschaft der Zukunft. Jedes Jahr werden Milliarden von Seiten über unzählige Kleinigkeiten der Gegenwart und Vergangenheit von den Nationen geschrieben, während wenig über die Gesellschaftsform unserer Erde von morgen veröffentlicht wird. Zukünftige Generationen werden sehr hart über die heutigen Geisteswissenschaftler richten, weil ihnen das Bewusstsein für Ausbreitung und Vision fehlt. Sie werden die Philosophen zu Recht fragen warum sie so blind waren, so ohne Vision, ohne Phantasie und unverantwortlich gegenüber der Zukunft der menschlichen Zivilisation. Man kann doch oft in Tränen ausbrechen, wenn man die Menge nutzloser, unbrauchbarer Arbeiten sieht, welche von den gegenwärtigen Philosophen produziert werden. Wie können sie sich von dem abschließen, was auf diesem Planeten vor sich geht? Dieser Untätigkeit entgegenzuwirken ist das Ziel dieser verfassten Kodizille. Sie bilden das Fundament und damit den Bauplan für die Zukunft der Menschheit.

Erlangen,2012

 

ã

Das geistige Reifen der Menschheit in großen Zusammenhängen!

Es gibt keine berufenen politischen Persönlichkeiten mehr, politische Individualität und Weitsicht sind mehr als seltene Ausnahmen. Stattdessen dominiert stromlinienförmiges Wohlverhalten, um so auf einen aussichtsreichen Listenplatz der Parteien zu gelangen. Das Ergebnis sind verbreiteter Konformismus und Unfähigkeit, oder zumindest gravierende Unwissenheit. Politprofis ohne humanistische Visionen für eine Weiterentwicklung der Menschheit. Man sollte die politische Landschaft so verändern, dass Persönlichkeiten in die Regierungen gelangen, die einerseits echte fachliche Experten auf ihrem Gebiet sind und vor allem eine tiefe humanistische d.h. menschliche Gesinnung besitzen sowie tatsächlich ihrer Bevölkerung dienen wollen. Ausgereifte Persönlichkeiten die die Welt mit ihren Menschen, aus der täglichen Praxis kennen und nicht nur als einen materiellen Bereich ansehen, der sich für ihre persönlichen Interessen ausnutzen lässt. Und eben nicht mit der Einstellung, dass viele von ihnen ausgelösten Problemen, wie eben die Zerstörung unserer Umwelt, ja erst später in Erscheinung treten, wenn sie diesen Planeten bereits durch ihr Ableben wieder verlassen haben. Wir brauchen in solchen Positionen Bürger, die wissen und fühlen, dass sie hier auf Erden damit eine ganz besondere Verantwortung haben. Die Bevölkerung nicht nur materiell zu sichern, sondern ihnen auch die besten Möglichkeiten für eine geistige und moralische Entwicklung geben. So wird sich auch das Denken ja das Bewusstsein der Menschheit verändern. Denn eine Weltveränderung setzt immer eine Änderung der Weltvorstellung voraus. Wir müssen grundsätzlich Umdenken, wir brauchen einen wirklich mündigen Bürger! An die Spitze der Erde gehört so etwas wie ein "Rat der Ältesten"! Dieser Ältestenrat, würde primär von einer humanistischen und geistigen Ausrichtung der Entwicklung auszugehen haben, und aus anerkannt integren Persönlichkeiten, aus Wissenschaft, dem Bereich den wir noch am besten als Philosophie bezeichnen bestehen. Der nationale Egoismus muss ein Ende finden. Die Produktion der Güter für die Bewohner sollte durch kooperative Strukturen gesichert werden, etwa in Form einer globalen Kommune. Diese Kommunen sind nicht primär auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet, noch auf einen rücksichtslosen Konkurrenzkampf, sondern orientieren auf Hilfe durch Selbsthilfe ihrer Mitglieder. Diese Kommunen haben so auch kein Interesse, durch zunehmende Rationalisierung und Automatisierung noch mehr auszubeuten, sie sichern also Arbeitsplätze anstatt sie abzubauen und so noch mehr Menschen in die soziale Armut abzudrängen. Solange das Geld regiert, dürfte eine grundsätzliche Veränderung der allgemeinen Verhältnisse mehr als eine Illusion bleiben. Die gesamte Situation auf diesen Planeten ist so verfahren und verfestigt, dass die Welt aus den Angeln gehoben werden müsste um diese unseligen Strukturen aufzubrechen und eine neue, wahrhaft humanistische Entwicklung einzuleiten. Man muss fast glauben, dass eine Richtungsänderung auf unserer Erde nur noch durch gravierende Einwirkungen von außen (Naturkatastrophen) möglich ist. Aber ist es wirklich unabdingbar, daß ein Kurswechsel nur durch globale Katastrophen erkauft werden kann? Ist es so schwer zu begreifen, dass wir hier auf dieser Erde leben, um uns als Wesen geistig und moralisch zu vervollkommnen und nicht um uns den Bauch noch voller zu schlagen, auf Kosten und zum Nachteil anderer? (Und zuletzt auf uns selbst!) Es ist sehr verwundernd, dass die vielen brillanten Köpfe hochkarätiger Wissenschaftler in den verschiedenen Ländern dieser Erde sich offenbar nicht in der Lage sehen, ein konzeptionelles Denken zur Weiterentwicklung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu entwickeln, sondern sich mit der jetzigen Situation zufrieden geben, als hätten wir einen gesellschaftlichen Endzustand erreicht, nachdem es keine weitere Entwicklung mehr geben könne, jede grundsätzliche Kritik sei unangebracht, denn irgendwelche Mängel würde jedes System des Zusammenlebens von Menschen aufweisen müssen. Wenn wir über eine neue gesellschaftliche Konzeption nachdenken wollen, dann sollten wir uns zuerst fragen, worin die Misere unserer jetzigen Verhältnisse im letzten Sinne begründet liegt. Das bedeutet, dass wir alle zu kritisierenden Erscheinungen unserer Zeit nicht als die eigentlichen Probleme, sondern als Symptome einer tieferliegenden Krankheit sehen. Was ist nun die Ursache, dass die Menschen nicht in Eintracht leben können, sondern die Sucht nach mehr und noch mehr Besitz dominiert? Was ist der eigentliche Grund von diesen allen? Unser falsches Weltbild! Unsere falsche Weltinterpretation! Eine Weltveränderung setzt immer eine Änderung der Weltvorstellung voraus. Denn die allgemein vorherrschende Auffassung über unser Dasein, im letzten Sinne, entspricht nicht den Tatsachen. Und daraus resultiert unsere gesellschaftliche Misere, die wir alle zu beklagen haben. Diese Frage des Weltbildes berührt den Sinn unseres Lebens hier auf diesem Planeten. Es ist eine Diskrepanz zwischen technischer und geistiger Entwicklung auf der Erde eingetreten. Obwohl wir bereits nach den Sternen greifen und die technischen Möglichkeiten geschaffen haben, alles Leben auf der Erde gleich mehrfach auszurotten, wenn nicht sogar unseren Planeten insgesamt zu zerstören, ist der Großteil der Menschheit weiterhin in mittelalterlichen Denken verhaftet. D.h. vorrangiges Streben nach Macht und einer kontinuierlichen Vergrößerung von materiellen Besitz und das, wenn es sein muss, mit dem Einsatz immer modernerer Waffentechnik und äußerster Gewalt. Wir müssen uns das bewusst machen: modernste technische Möglichkeiten mit einem zurückgebliebenen Bewusstseinszustand, wie ein Explosivkörper in der Hand eines unerfahrenen Kleinkindes, dies kann auf Dauer keinesfalls gut gehen. Beginnen wir unsere Betrachtung nun mit der zentralen Frage nach unserer Existenz. Nach vorherrschender Auffassung ist unser Bewusstsein nur eine Funktion chemischer und physikalischer Abläufe unseres Körpers und mit dem Tod ist alles vorbei. Ist das nicht eine hoffnungslose Aussicht? Aber all unsere Probleme hier auf Erden spiegeln genau diese Hoffnungslosigkeit wieder. Um diesen zu begegnen, wurden die Weltreligionen geschaffen, aber diese konnten die Aufgabe nicht erfüllen und haben ihre Botschaft zudem oft in das Gegenteil verkehrt. Nun sind wir von unserer eigentlichen Natur her geistige Wesen. Deshalb steht unser bisheriges Weltbild auf dem Kopf und wir sollten es endlich auf die Füße stellen. Die Menschen befinden sich so in Trennung mit sich selbst, sie haben ihre seelische Identität völlig verloren. Wir haben so in unserer materiellen Welt zu lernen, dass wir für unser Verhalten und die sich daraus ergebenden eigenen Schöpfungen selbst verantwortlich sind, und diese dann in entsprechender Weise dann ihre Wirkungen zeigen. Ursache und Wirkung!

 

WIRD FORTGESETZT !!!!

ã

ã

ã

ã

Fossi

Vorwort

 

Dies vorliegende Werk stellt einen Versuch dar,

die Anfänge der bewussten Existenz grob zu

umreißen und ein Verständnis für die ersten

Ursachen zu entfalten.

Es versucht auf diese Weise ein oberflächliches

Verständnis zu erschweren und ein angemessenes

Verständnis zu erleichtern.

Eine Einführung in meine Philosophie müsste, für eine gebührende Verständigkeit, im Grunde eine Kenntnis der

ganzen Entwicklung der Philosophie voraussetzen können.

Jede Einführung in das Denken eines Philosophen

steht vor der fundamentalen Schwierigkeit, dass

solches Denken d.h. Kopfzerbrechen nur vermittelt(Mensch/Mensch)verstanden werden kann.

Darüber hinaus gehört die fundamentalontologische Existenzialmetaphysik zu den am schwierigsten

Philosophierichtungen

überhaupt.

Die vorliegende Vorlesung stellt sich somit die

Aufgabe, den für den Menschen und seiner meta-

physischen Gesundung, vorrangigen Status dieses

Denkens zu Erörtern und zur Geltung zu bringen.

Im Gegensatz zu den meisten Wissenschaftlern und

Vertretern der Geisteswissenschaft ließ ich mich

nicht von der Absicht leiten, Bewusstsein und Geist materialistisch zu erklären.

Vielmehr geht es mir um die Bewahrung der Perspektive des Erlebens. Fangen wir also an die

Philosophie des Geistes neu zu Denken.

Dies Werk soll nun einen Beitrag dazu leisten.

 

Enrico Volker Nagler!

 

Erlangen, im September 2012

 

 

Das NICHTS der Schleier des Seins!

Stand am Anfang das Nichts?

 

Eine spannende Reise zurück zum Anfang, wo alles entstand. Der Ausgangspunkt des Universums

und der Ursprung von aller Existenz.

 

Ist die gesamte Existenz in diesem Universum das Resultat eines bewussten Konzepts?

Ist alles aus dem Nichts entsprossen?

 

Um einen Blick hinter die Existenz zu erhaschen, sollten wir als erstes einige grundlegende Begriffe und

Fakten kennenlernen! Es soll auf dieser Seite ein wenig Licht ins dunkle der Frage, nach der Ursache der

Existenz d.h. des Seienden geworfen werden.

Die Philosophie teilt grob in zwei Grundbegriffe: "SEIN" und "SEIENDES" das heißt für uns in "Wesen" und

"Dinge"(existierende "Sachen")! Beispiel: Der Tisch ist ein Seiendes ein Ding! Das Sein, also Wesen dieses

Tisches, ist es als Ab- bzw. Unterlage für uns zu Dienen! Das Sein also eine Beschaffenheit, Sinnesart oder

Charakter kurz Wesen. Das Seiende demnach ist das Existierende, darstellende Etwas, kurz eine Sache.

Zunächst einmal sollten wir dem Sein ein Bewusstsein unterstellen. Denn ohne Bewusstsein ist keinerlei

Schöpfung möglich! Wie entsteht Bewusstsein??

Durch Gefühl und Verstand, wobei der Verstand die Reflexion des Gefühls übernimmt.

 

Gefühl ist Empfindung, Wahrnehmung dies gepaart mit Verstand (d.h. Nachdenken), ergibt Bewusstsein.

 

Das Gefühl ist der "Treibstoff" des Lebens und der Verstand übernimmt das Steuer.

Zu unseren zwei Begriffen kommt nun noch das Nichts, aus dem das Sein entsprungen ist und welches das

greifbare Seiende hervorbrachte. Was ist dieses Nichts? Und wie kann ein Nichts bewusst werden?

 

Das Nichts muss demnach etwas gefühlt haben und durch dieses Gefühl (zwangsläufig) in eine Reflexion

gezwungen worden sein. Bewusstsein entstand!

 

Was war dieses Etwas dieser Impuls der das Nichts berührte? Dieser Hauptfrage soll nun auf folgenden Seiten

näher auf den Grund gegangen werden.

Den Sprung vom Sein zum Seienden kann man noch relativ leicht herausarbeiten. Doch vom Nichts zum Sein

(Wesen) das ist kaum noch

nachzuvollziehen. Man verfällt leicht dem Versuch, sich in einem Zirkel zu verfangen.

 

Bsp.: Was berührte das Nichts? Ein Etwas! Was war dieses Etwas? Ein Impuls! Warum kam es zu einem Impuls?

etc. etc. Aufpassen ! ! Denn hier beginnt das, was der Mensch dann Gott nennen "darf"!

 

Gehen wir deshalb erst einmal von einer anderen Seite an unser Problem heran.

Etwas ohne eine Ursache wäre zu unlogisch, und würde so ziemlich allen unseren Erkenntnissen

widersprechen. Dennoch kann ich die Behauptung, das Etwas wäre, ohne eine Ursache, nicht widerlegen. Oder Doch ?

In einem NICHTS, kann es da "Wahrscheinlichkeit" geben? Man muss zumindest davon ausgehen

 

können, denn wenn das Bewusstsein ruht dann arbeitet das Unbewusste, das nicht Existierende.

Um uns mit der Wahrscheinlichkeit zu beschäftigen, sollten wir vorerst jedoch einige

Vorbetrachtungen mit der Zeit ins Auge fassen.

 

Die Zeit

 

Wie so oft müssen wir uns zuerst Klarheit in der Begrifflichkeit schaffen.

 

Was ist das eigentlich, die Zeit? Zeit hat etwas mit Wahrnehmung zu tun, ist ein Sinneseindruck eine

Beobachtung. Eine innerlich bewusst wahrgenommene Veränderung des Werdenden, ein bewegliches Abbild der

Ewigkeit ! Diese Wahrnehmung wiederum hat etwas mit Gefühl, Empfindung zu tun.

 

Ein Gefühl, über einen unbestimmten Zeitraum wahrgenommen, zwingt zur Reflexion d.h. zum

Nachdenken, zum Verstand ! Die Zeit also das Bindeglied zwischen Gefühl und Verstand !?

Vor dem Einsetzen des Gefühls gab es keine wahrnehmbare Zeit! Das heißt ohne die Zeit ist das Sein nicht

möglich. Denn das Sein fordert geradezu eine Zeit oder besser ausgedrückt, so schafft sich die Zeit das

Sein!

Doch stellt sich zugleich die Frage: Gab es die Zeit vielleicht schon vor dem Gefühl?

Wahrscheinlich, jedoch wird diese erst durch das Gefühlte offenbar und durch den Verstand manifestiert. Der

Impuls im Nichts nach dem wir suchten ist die Zeit!

Und da in diesem Nichts bereits alles gegeben ist, müssen sich das Sein und das folgende Seiende nur aus

diesem entfalten. Wie ??

 

Denn Zeit wird erst zu einer Zeit, wenn das Nichts das Gefühl wahrnimmt!

Aber ohne Zeit, keine Wahrnehmung. Wahrscheinlich aber eine Zeit unabhängig von einer Wahrnehmung, die man

dann aber nicht mehr als Zeit bezeichnen sollte. Sie ist ein Nichts, ein Schein und dennoch vorhanden, nur

nicht im Offenbaren.

 

Bsp. Nehmt ein leeres Blatt Papier, was seht ihr? Nichts ! Was könnte ich darauf zeichnen? Alles !

 

Aufpassen denn jetzt wird es interessant!

Hält man die Zeit an ist nur noch Nichts!

Es ist so wie mit dem Raum. Er ist auch das Nichts und entsteht erst durch Krümmung desselben, indem man

Masse d.h. Körper hineinlegt. Der Raum krümmt sich, und ist somit erkennbar.

 

Wenden wir dies nun auf unsere Zeit an! Diese ist genauso ein Nichts und erst wenn man Gefühl (das ist

Gewicht) hineinlegt ist sie erfahrbar. Wenn hier immer wieder vom Nichts die Rede ist, sollten wir dieses

Nichts, auf der folgenden Seite tiefer erörtern.

 

Das Nichts

 

Warum sollten wir uns nun weiter mit dem Nichts beschäftigen und danach fragen? Nichts ist doch

einfach nichts. Das Fragen hat doch hier ein Ende? Gewinnen wir mit einer Erörterung auch nur das Geringste,

für eine Erkenntnis der Urgeschichte der Existenz?

Denn wenn wir vom Nichts sprechen, machen wir dieses, durch unsere Handlung, zu einem Etwas!

Man kann nicht über das Nichts reden als sei dies ein Ding wie irgendein Seiendes.

 

 

Das Nichts ist für menschliche Logik unzugänglich. Wenn wir vom Nichts reden wollen, müssen wir folgerichtig

unlogisch werden. Diese Eigenschaft ist es, die neben den Philosophen, vor allem Dichter und Künstler ihr

Eigen nennen.

 

Das NICHTS hat keine Mitte, und seine Grenzen sind das NICHTS. Unter den großen Dingen,

die unter uns zu finden sind, ist das Sein des NICHTS das Größte.

 

Leonardo da Vinci

 

 

Die Gegebenheit, dass das Nichts uns ein leerer Ausdruck ist, bekommt augenblicklich ein ganz

anderes Antlitz. Denn bei aller Verirrung und Allgemeinheit seiner Bedeutung meinen wir dabei

dennoch etwas Bestimmtes. Dieses Bezeichnete ist so bestimmt und einzig in seiner Art, das wir sogar sagen

können: Das Nichts ist das Einzigartigste was es überhaupt gibt.

 

Deshalb ist jede Darstellung durch Beispiele im Grunde verkehrt, weil damit jedes Beispiel in

diesem Falle nicht etwa zu viel, sondern immer zu wenig beweist.

 

Das wahre Reden vom Nichts bleibt immer außergewöhnlich, und kann daher auch nie unver-

mittelt anheben wie z.B. die Beschreibungen auf den vorhergehenden Seiten.

Aber auf die Methode eines Sprechens über das Nichts lässt sich hinweisen wie obiges Zitat

von Leonardo da Vinci aufzeigt.

 

Mit diesem Nichts hat es am Ende doch eine eigentümliche Bewandtnis! Man kann nur ergebungsvoll den Kopf

verneigen.

Jetzt muss deutlicher werden: Zum Sein (Wesen) selbst als Anwesenheit, gehört das Nichts,

aus diesem es schließlich erscheint. D.h. das Sein taucht aus dem Nichts auf. Das Nichts

ist nicht unwichtig, denn es ist das Sein in seiner Verborgenheit. Das Sein geschieht im Nichts selbst, mit

diesem selbst! D.h. in dem das Nichts sich als Sein zeigt versteckt es sich selbst hinter seiner Schöpfung.

Und weil dieses Nichts sich selbst wesenhaft versteckt, sagt man mit Recht: Der Schein trügt!

 

Eben weil Nichts und Sein zusammengehören und steht’s beieinander sind, muss unsere Haupt-aufgabe und unser

Denken darin bestehen das Sein im Nichts zu zähmen. Das Sein gegen das

Nichts zu unterscheiden und wieder zusammenzufügen.

Denn dass das Nichts kein seiendes, existierendes Ding ist, schließt keineswegs aus, dass es zum Wesen des

Ganzen gehört!! Das Sich zeigen des Nichts, ist das unmittelbare Sein!

Doch ehe wir uns weiter anhalten, das, was in den anführenden Seiten als Schöpfungsvorgang

beschrieben wurde, in seiner Wahrheit und Größe zu erfassen, machen wir noch einmal und

zum letzten Mal den Versuch, es von einer anderen Perspektive anzusteuern.

Zu diesem Zweck betrachten wir uns auf der nächsten Seite die scheinbar einfacheren und

nachfolgenden Schritte.

 

Wenn man zum Ziel- zum Seienden-gelangen will, muss man verwirklichen!!

 

Wir haben nun ein Sein, ein bewusstes, selbstbewusstes Sein. Ein Sein welches weiß

ICH BIN, nun ich bin, aber was bin ich?

Das Sein wird daher, immer weiter zur Reflexion gezwungen, zur Reflexion seiner Selbst. Wenn ES erfahren

will was es ist, muss es logischerweise das sein, was es nicht ist!?

 

Schwierig zu begreifen nicht wahr?

 

Aus einer Einheit kann etwas nur erkennbar werden, wenn dieses Etwas sich von seiner Einheit trennt, sich

absondert und aus ihr heraushebt.

Da es immateriell ist, ein bewusstes Nichts, muss es, um weitere Erfahrungen über sich zu sammeln, einen

Gegensatz zu sich schaffen. Eine Dichotomie, der Beginn der Polarität! Versuchen wir uns nun einmal bildlich

vorzustellen, wie das Sein aus dem dimensionslosen Zustand in die drei Dimensionen

heraustritt. Wenn sich das Sein im Nichts bewegt, vor, zurück, oben und unten bewegt sich

scheinbar nichts. Damit diese bewusste Kraft überhaupt aus seiner Dimensionslosigkeit heraustreten, und sich

offenbaren kann braucht dieses Sein einen Ausgangspunkt. * Dieser Punkt ist noch dimensionslos d.h. er ist

aus der Einheit noch nicht herausgetreten, aber dennoch zur weiteren Offenbarung unbedingt notwendig.

 

Es braucht also einen Bezugspunkt, einen Lichtpunkt(Lzf) zum Beispiel um überhaupt eine Entfernung

wahrnehmen zu können. Wenn diese Kraft, dieses Sein, deren erste Erscheinung der Punkt war, nun aus der

Dimensionslosigkeit heraustritt und eine Zeitlang wirkt, wird dieser Punkt sich bewegen und es entsteht eine

Linie. *--------------*

 

Oder anders ausgedrückt:

 

Bewegt sich das Sein nun von diesem Lichtpunkt (der auch schon Seiendes ist) weg, ist Bewegung erfahrbar.

Eine Gerade entsteht, was wir hier als die erste Dimension bezeichnen wollen. Verfolgen wir nun wie aus der

ersten Dimension, die zweite entsteht. Die Linie besteht aus einer Reihe von Punkten.

Treten nun diese Punkte aus sich, in die zweite Dimension hinaus, wird aus jedem Punkt eine Linie, und aus

der Gesamtheit dieser Linien entsteht eine Fläche. Ein Viereck, die zweite Dimension ist geboren und somit

vorhanden.

 

Dimensionen entstehen durch duplizieren des Seins im Raum.

 

Diejenigen Kräfte des Seins, des Bewusstseins, wirken aber, wegen der gesetzmäßigen Reflexion, weiter.

Auch die Fläche besteht aus Punkten, und wenn aus jedem dieser Punkte, dieselbe Kraft des Seins wirkt,

treten alle diese Punkte in die dritte Dimension hinaus. Aus unserer Fläche entsteht der Kubus, die dritte

Ausdehnung ist geschaffen. Diese dritte Dimension verweist auf unsere irdische Welt, die ein Abbild der

Wirklichkeit darstellt.

Fassen wir nun das gesamte erörterte, d.h. auseinandergelegte, Wissen noch einmal zusammen

und gewinnen Erkenntnis:

 

Zu Beginn der ganzen Kreation war alles ein Nichts. Nicht ein großes, unendliches Vakuum, nein einfach ein

Nichts. Dieses Nichts, nennen wir es nun ein ES, muss mit einer großen Wahrscheinlichkeit in sich die

Anlagen zum ALLES

besessen haben. Zumindest die Anlage zum Empfinden eines Zeitgefühls in der Ewigkeit und

somit der Zeitlosigkeit. (Paradoxon)

Dieser Impuls, sollte auf dieses ES eingewirkt, gereizt und demnach empfindsam gemacht haben haben. Ein

Nichts nun, mit einer Neigung zu Empfindsamkeit d.h. Wahrnehmung, wird zwangsläufig in eine Reflexion dieses

Impulses

gedrängt. Das ES merkt das es fühlt und weiß daher das ES IST. Aus diesem Nichts wird ein Was

ein mit Bewusstsein ausgestattetes Sein.

Dieses Sein möchte nein muss gesetzmäßig weiter über das Reflektieren, was es ist. Und da es immer noch

nichts ist, gegenstandslos, dimensionslos, nichtsdestoweniger allein Bewusst, schafft es sich ein Gegenteil

zu sich selbst.

Dieser sichtbare, offenbarte Bezugspunkt, dupliziert sich weiter bis alle uns bekannten Dimensionen

ausgebildet sind. Das Ausmaß dieses

bewussten Prozesses kann jeder Mensch heute mit den eigenen Augen bewundern.

Wir selbst besitzen dieselben Anlagen dieses Geistes. Gefühl, Verstand und den Willen diese Paare zu nutzen.

 

Vorliegende Vorlesung mehrfach gelesen und selbst erlebt d.h. durchdacht, gefühlt, hat einen sehr großen

Vorteil, für die

Erlebnisfähigkeit des Menschen, und seine Gesundung in seinem metaphysischen Sinn. Dazu aber braucht man

Geduld, und Geduld ist heutzutage eine der am wenigsten verbreitenden Eigenschaften. Wer es versuchen will,

dem Wünsche ich viel Glück dabei.

 

Jede Große Reise, beginnt mit einem kleinen Schritt.

 

Lao-tse